KI: Mode oder Megatrend?

Keine Angst vor künstlicher Intelligenz.

Was verstehen wir überhaupt unter Intelligenz?

Intelligenz beschreibt die Fähigkeit eines Menschen, Aufgaben durch Denken zu lösen. 1923 ist zu dessen Messung der IQ-Test eingeführt worden. Zwei Drittel der Menschen liegen im Punktesystem zwischen 85 und 115 und nur 2-3% erreichen 130 Punkte und mehr. Aber durch den Test wird nur die mathematische und sprachliche Intelligenz, das räumliche Denken, die Gedächtnisleistung und die Logik erfasst. Der Erfolg eines Menschen hängt auch von seiner Kommunikationsfähigkeit, der Kreativität, der Ausdauer, seiner Impulsivität und seiner Begeisterungsfähigkeit ab. Zudem spielt die sogenannte Emotionale Intelligenz eines Menschen eine Rolle, also die Fähigkeit, Emotionen anderer zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie merken, das ist ein schwieriges und großes Feld.. Das Gehirn ist unsere Schaltzentrale. Ganz wichtig ist, dass wir durch das Denken, vernünftiges und zweckorientiertes Handeln ableiten.

Und nun zur künstlichen Intelligenz, die aus diesem großen Feld nur einen sehr kleinen Teil mit Maschinen ausnutzt. Dies dann aber sehr schnell, gewissenhaft und ohne Ermüdung. Den Begriff gibt es schon seit 1956. Computer werden durch Algorithmen und Befehle gesteuert. Dies ist wie eine Strickanleitung oder ein Kochrezept. Schritt für Schritt. In der künstlichen Intelligenz soll der Computer aber selber Schlüsse ziehen. Wir geben ihm nicht jeden Schritt vor. Wir haben dann eine riesige Menge von Daten, den Fakten, und ein Regelsystem, dass der Computer in vordefinierten Grenzen selber einsetzt und interpretiert. Er lernt, urteilt und löst Probleme, je länger wir ihm mitteilen, dass die Lösung richtig oder falsch war. Dazu bilden wir in der KI-Programmierung das Gehirn mit sogenannten neuronalen Netzen nach. Bei jedem Denkvorgang durchläuft der Computer das Netz und merkt sich, ob er richtig oder falsch abgebogen ist. Er lernt, in dem ein richtiger Pfad durch das Netz höher gewichtet wird. Diese neuronalen Netze gibt es bspw. zur Muster- oder Spracherkennung. In der Firma FIVE-Star, setzen wir sie bei der Analyse von Röntgenbildern ein oder zur Erkennung von Gesichtern. Unser neues Projekt heißt GESTUS und erkennt menschliche Gesten. Das autonome Fahren benötigt beispielsweise sehr schnelle Computer, die die vielen vielen ankommenden und gemessenen Signale interpretieren und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Bremsen, da ein Fußgänger kreuzt oder beschleunigen, da Vorfahrt besteht. Rein rechtlich haben wir das Problem, dass nicht klar ist, wer eine Haftung für Schäden, oder eine falsche Entscheidung hat. Ist es der Programmierer, der Regeln und Fakten liefert oder ist es der Computer, der daraus selbständig Schlüsse gezogen hat? Daher sollte es eine Steuer oder eine Versicherung für Maschinen geben.

Schon 1950 hatte Alan Turing die Frage gestellt, ob ein Computer so intelligent wie ein Mensch sein könnte. Die Antwort war und ist: wenn ich abgeschirmt und nur über eine Tastatur mit einem Individuum kommuniziere, sollte ich herausbekommen, ob mir ein Mensch oder eine Maschine gegenübersitzt. Finde ich es nicht heraus, ist mein Gegenüber „intelligent“.

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